Ohne jemals auf seinen Geisteszustand untersucht zu werden, darf man alles behaupten, was man will. Das Prinzip der Wissenschaft ist, dass selbst die größte Lüge so lange Gültigkeit hat, bis sie widerlegt wird.
Um dies zu verhindern, bekommt schon mal der 23.12.2012 ein wenig Weichspüler verpasst, falls sich die Ankunft der Außerirdischen um 100 Jahre verzögern sollte. Wäre ja schlimm, wenn sich Erich von Däniken am 23.12.2012 als falscher Prophet bzw. Lügner erweisen sollte.
Was für Wissenschaftler erlaubt ist und solche, die sich einbilden, welche zu sein, wird mehr oder weniger jeden normalen Menschen zum Verhängnis, sobald der die Wahrheit sagt.
Der Markt für Herrn Däniken scheint jedoch noch größer zu sein. Wollen wir ihm das Weihnachtsgeschäft für 2012 nicht verderben. Wer weiß, wie lange seine Fans noch diesen Unsinn zu lesen bekommen?
Im Prinzip hat Erich von Däniken die Geschäftsidee von den Zeugen Jehovas übernommen. Die hatten auch schon mehrere Weltende vorhergesagt ...
Der einzige Außerirdische, der jemals den Bayerischen Wald betreten hat, könnte womöglich Erich von Däniken selbst sein.
Außerirdische landen am 23. Dezember 2012
Erich von Däniken hat 65 Millionen Bücher verkauft. Demnächst erklärt er seine Theorien in Roding.
Hat Erich von Däniken zwei Gesichter? In unserem Interview gibt er „Irrtümer“ zu, zweifelt aber nicht an seiner These: Die Außerirdischen waren schon mal auf der Erde. Und sie kommen wieder, wahrscheinlich am 23. Dezember 2012.
Von Ernst Fischer
Landkreis.
Das vorweg: Im Bayerischen Wald sind sie nie gelandet – die Außerirdischen! Jedenfalls, soweit es Erich von Däniken weiß. Das hat er im Interview mit unserer Zeitung verraten. Was die Besucher sonst für 23Euro bei seinem Vortrag am 17. Oktober in der Rodinger Stadthalle erwartet: „Nur Dinge, die jeder selbst nachprüfen kann“, sagt Däniken. Und er gibt „kleine Irrtümer“ zu. Am großen Ganzen aber lässt er keinen Zweifel: Die Außerirdischen waren schon einmal auf der Erde. Und sie kommen wieder – wahrscheinlich am 23. Dezember 2012 – „kann aber auch in den nächsten 100 Jahren sein“.
Der Mann, der 65 Millionen Bücher verkauft hat, sitzt beim Essen in einem Restaurant seiner Schweizer Heimat, als wir ihn am Telefon erwischen. Der Name der Stadt Roding sagt ihm nichts. Kein Wunder: Der Bayerische Wald oder auch Bayern insgesamt hätten bei seinen Forschungen nie eine Rolle gespielt. Schließlich seien die Dinge, mit denen er sich beschäftigt, alle vor Jahrtausenden passiert. Und da habe es in Bayern und speziell im Bayerischen Wald ja noch keine hochentwickelten Kulturen gegeben.
„Däniken total“ ist sein Vortrag in Roding überschrieben. Sagen werde er „nur Dinge, die jeder selbst nachkontrollieren und prüfen kann“, die aber von keinem Wissenschaftler geprüft würden, kündigt er an. So gingen zum Beispiel durch Europa Hunderte Kilometer lange schnurgerade Linien, auf denen alte Heiligtümer liegen. Der Jakobsweg etwa bilde so eine Linie. Auf über 1000 Kilometern von Frankreich nach Spanien reihten sich da von altersher verehrte Kultstätten, die alle den Namen Stern in ihrem Ortsnamen tragen – so wie das Ziel der Jakobswanderer Santiago di Compostella, … stella heißt Stern.
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Zweifler an der Existenz der Außerirdischen möchte er zum Beispiel mit der Bibel überzeugen: Diese erwähne Henoch, der vor seinem Tod „von der Erde weggenommen wurde“. Von Däniken: „Das waren die Außerirdischen. Sie haben Henoch ihre Sprache beigebracht oder auch das Schreiben. Das ist alles in den apokryphischen Schriften im Detail nachzulesen.“ Auch die Schilderungen von Ezechiel im Alten Testament, dem angeblich die Götter in einem Feuerwagen erschienen sind, wertet von Däniken als Beschreibung einer Landefähre aus dem Weltall.
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